Iris Templeton Foto: Wolfgang Schmidt

Iris Templeton Foto: Wolfgang Schmidt
–> Lesetipp: Titelgeschichte / a Tempo Magazin / Oktober 2022 mehr …
–> Lesetipp: Titelgeschichte / a Tempo Magazin / Oktober 2022 mehr …
Iris Templeton wurde 1973 in Hohengehren (Baden-Württemberg) geboren. Nach ihrem Abitur studierte sie von 1992 bis zu ihrem Diplom 1998 Freie Kunst, Kunsttherapie und Kunstpädagogik an der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg bei Bremen. Es folgte für ein Jahr ein Studium der Psychologie an der Universität Hamburg. Seit 2000 arbeitet Iris Templeton freischaffend, gibt Kunstkurse und hat zahlreiche Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen realisiert.
Jonas Binder
Rede zur Vernissage am 15. November 2025, The Yard Gallery, Hamburg
Guten Tag zusammen,
ich habe die Ehre, heute zur Eröffnung der Ausstellung etwas zu sagen. Aber es ist ja ganz unsinnig, über konkrete Bilder etwas zu sagen. Bilder sprechen doch für sich. Nonverbal. Und wenn die Künstlerin Iris Templeton etwas verbal ausdrücken wollte, würde sie das schon selbst tun. Ich kann aber etwas über mich sagen. Es kommt ja nicht von ungefähr, dass ich heute hier sprechen darf. Ich kenne und liebe die Bilder von Iris seit langer Zeit. Ihr schönstes Bild werden Sie heute hier nicht finden, denn es belebt bereits unser Zuhause. Für mich ist an der Magie dieser Bilder neben ihrer feinen Farb- und Formsprache wesentlich, dass sie einen Mittelpunkt zwischen abstrakt und gegenständlich hervorbringen, der einen großen Raum öffnet. Wer sich mit Resonanz beschäftigt wird wissen, dass die Mitte zwischen Polen immer ein Kristallisationspunkt ist. Mit einem Blick in das Atelier von Iris wird auch deutlich, wie sie das macht. Dort trifft man auf ein Arsenal von Farben jeder Art und Herkunft, von Werkzeugen, auch zweckentfremdeten, um sie zu verarbeiten und stilistisch zu formen, Holz, Leinwand und eine sehr handwerkliche Atmosphäre.
Iris liebt es, zuerst in der Tiefe der Materie zu graben und sich von dort in einem suchenden, oft für sie selbst überraschenden Schaffensprozess in höhere Sphären vorzuarbeiten. Schicht um Schicht hebt sie dabei die Erde immer weiter in den Himmel der Empfindung, transformiert die Materie zu Licht und Bedeutung.
Was dabei entsteht bleibt, wie schon angedeutet, aber nicht einfach Darstellung oder Ausdruck. Irisˋ Bilder sind – aus meiner Sicht nicht zuletzt durch ein ständiges Changieren zwischen konkret und abstrakt – vor allem als Einladung gemeint und zu verstehen. Eine Einladung dazu, in einen kreativen Prozess des Schauens einzutreten. Aus dem Bereich der darstellenden Kunst kennen wir ja die Idee des Zu-Schauens oder Zu- Hörens. Die Performance lebt immer auch von dem, was aus den Innenwelten des Publikums zurückschwingt.
Noch deutlicher wird das bei der Idee des Betrachtens. Trachten ist ja etwas sehr Absichtsvolles. Indem ich etwas be-trachte, lade ich es mit meinen Themen und Absichten auf. Nichts eignet sich besser als die Bilder von Iris Templeton, um sich in diesem Sinne zum Aufladen einladen zu lassen. Dabei muss man Eines wissen: Iris arbeitet aus einem Füllhorn der Kreativität. Kontinuierlich und wie es einem erscheinen kann unerschöpflich, folgt sie seit der Zeit ihres Kunststudiums in Ottersberg dem Prinzip der Transformation von Erde zu Empfindung.
Ist ein Bild fertig, hängt Iris nicht mehr allzusehr daran. Sie hierher zu hängen heißt für sie auch, sie in neue Bedeutungsräume entlassen zu können. So sehr ihre Bilder Ausdruck ihrer feinfühligen Energie sind, warten sie nun darauf, durch neue Betrachtung weiter aufgeladen zu werden. Wo Sie also in besonderer Weise in Resonanz kommen, zögern Sie nicht, sich auf Dauer mit einem oder mehreren der Bilder zu verbinden, indem Sie sie schon heute für Ihre eigenen Bedeutungsräume käuflich erwerben.
In diesem Sinne komme ich zum Schluss. Ich bedanke mich für die Aufmerksamkeit und lenke diese nun ganz auf Ihre bildhaften Betrachtungen und Empfindungen.
Prof. Ruta Paidere
Rede zur Vernissage am 1. November 2024, The Yard Gallery
Vor ein paar Tagen bat mich Iris, ein paar eröffnende Worte zu ihrer Ausstellung und ihren Werken zu sagen. Zunächst war ich etwas überrascht, denn ich bin keine Kunsthistorikerin und ein kunstbeschreibendes Lexikon liegt mir nicht auf der Zunge. Andererseits war es dann aber doch im Rahmen des Vorstellbaren, denn ich habe bisher jede Ausstellung von Iris besucht. Außerdem schreibe ich Musik und bewege mich somit – genauso wie Iris – in einem Bereich, der hinter der Sprache liegt, im Unterbewussten. Weiterlesen ….
Amadeus Templeton
Text für ein Magazin 2019
Eine Staffelei ist nicht das Werkzeug von Iris Templeton. Die großen Bilder entstehen auf dem Boden ihres luftigen Altbauateliers im Hamburger Grindelviertel. Von allen Seiten aus wird die Leinwand mit kleinen, breiten, spitzen, oder flachen Pinseln, Farben sowie Filzstiften bearbeitet. In meist meditativer Stimmung umkreist sie das entstehende Kunstwerk, wechselt ihre Standpunkte, malt mal mit schneller Geste von hier, mal mit klarer Führung von dort aus. Weiterlesen ….
Ausstellungen
1996 Hochschule für Künste im Sozialen, Ottersberg
1997 Galerie augenart, HH / „bläulich“
2000 Galerie 22, HH / „Ein Jahr, 365 Arten Postkarten“
2000 Galerie xprssns, HH
2000 Galerie 22, HH / „artverwandtschaften“
2001 Albertinen Galerie, HH / „farbweise“
2003 Galerie 22, HH / „ENOKI“
2003 Praxis Dr. Schultze & Dr. Rieger, Schenefeldt / „wechselspiel“
2003 Galerie 22, HH / „vorfreude“
2004 Galerie Mittelweg 13, Hamburg
2005 Galerie 22, HH / „art goes christmas“
2006 Galerie 22, HH / „Künstler der Galerie“
2007 Galerie 22, HH / „Künstler der Galerie“
2004 – 2014 GLS-Bank, HH / Dauerausstellung
2016 Galerie im Tschaikowski-Haus, Hamburg
2018 Atelier-Ausstellung, Dillstraße, HH
2019 TONALi Galerie, HH /Einzelausstellung
2020 TONALi Galerie, HH / Einzelausstellung
2021 Elbschloss Residenz, HH / Einzelausstellung
2022 TONALi Galerie, HH / Einzelausstellung
2022 KunstPunkt, Augustenborg, Dänemark / Gruppenausstellung
2022 TONALi Galerie, HH / Einzelausstellung
2023 TONALi Galerie, HH / Einzelausstellung
2024 THE YARD Gallery, HH / Einzelausstellung
2025 THE YARD Gallery, HH / Einzelausstellung